Warum hält Israel die Leichen palästinensischer Bürger nach ihrer Hinrichtung?

Das Festhalten der Leichen von Palästinensern nach ihrer Hinrichtung durch israelische Soldaten entspricht der Fortsetzung ihrer Inhaftierung und stellt die schlimmste Manifestation des Sadismus und Faschismus durch den Zionismus in der Geschichte der Besatzung dar.

Drei Jahre sind vergangen, seitdem die israelische Besatzungsarmee den palästinensischen Staatsbürger, Meister Yasser Fawzi Al-Shweiki, 40, einen Mitarbeiter des Amtsgerichts Hebron, hingerichtet hat. Seine Familie durfte ihn nicht begraben und einen letzten Abschiedsblick auf ihn werfen. Und es sind drei Jahre vergangen, seitdem Yassers Leiche von der Armee nicht einmal herausgegeben wurde.

Es ist nicht bekannt, dass das Opfer, Meister Al-Shweiki, ein Terrorist gewesen sei oder auch nur einer politischen Fraktion angehörte. Er war verheiratet und Vater von sechs Kindern und er war der Sohn des angesehenen Journalisten Fawzi Al-Shweiki und der Bruder der Journalisten Wissam und Tayseer Al-Shweiki. Vielmehr war er bekannt für seine Moral und die Aufrichtigkeit in seiner Arbeit.

Ich habe vor seiner Ermordung oft mit Yasser gesprochen. Sein Vater ist ein Journalistenkollege von mir, jeder von uns arbeitete für dieselbe Zeitung, Al-Hayat Al-Jadida, und davor arbeiteten wir für die Zeitung Al-Fajr sowie für die Zeitungen Al-Quds und Al-Manar im besetzten Jerusalem. Immer habe ich mit Yasser gesprochen, wenn wir uns im Büro seines Vaters trafen, der als Journalist im Zentrum von Hebron arbeitete.

Kurz gesagt, Yasser war ein anständiger, intelligenter, höflicher junger Mann, der fleißig lernte. Er respektierte jeden und half seinem Vater beim Verbreiten von Zeitungen und Zeitschriften, bei der Berichterstattung über Pressenachrichten, ihrer Ausarbeitung und dem Senden an die Zeitung per Fax.

Am 12. März 2019 erschossen zionistische Besatzungssoldaten Yasser über Scharfschützen, die auf dem Haus der Familie Al-Rajabi positioniert waren. Dieses Haus ist von extremistischen Siedlern europäischer und amerikanischer Herkunft besetzt worden, nachdem sie die Besitzer mit Gewalt und vorgehaltener Waffe zur Räumung gezwungen hatten.

Der junge Mann, Yasser, passierte im Rahmen eines offiziellen Arbeitsauftrags des Hebroner Amtsgerichts das besetzte Jaber-Haus im Herzen der Südseite der besetzten Stadt Hebron. Yasser verteilte an die Bürger Fahndungsberichte zur Verhandlung vor dem Amtsgericht, als die Besatzungssoldaten ihn erschossen, also kaltblütig hinrichteten. Und die dann seinen Körper, angesichts des Schweigens der Länder der Welt und der Schwäche der Palästinensischen Autonomiebehörde, festhalten konnten. Es gehört alles zum Agieren israelischer Agenten als Gegenleistung für einen Teil der Millionen, die Europa und Amerika ihnen monatlich für Spionagemissionen zahlen, um Israel zu dienen und das Leben der Besatzung zu verlängern.

Es bleibt die Frage, warum Israel die Leiche des Bürgers Al-Shweiki festhält, der ein Gerichtsangestellter war und nie ein Verbrechen gegen die zionistische Besatzung oder etwa gegen seine Familie begangen hat. Warum hält Israel überhaupt die Leichen palästinensischer Bürger nach ihrer Hinrichtung fest? Es sind hunderte von Leichen und die Personen, denen sie zustehen, befanden und befinden sich nicht in einem international ausgefochtenen Kriegszustand, sondern auf ihrem Land und ihren Häusern, in palästinensischen Städten und palästinensischen Straßen.

Quellen besagen, dass Israel durch das Einbehalten von Yassers Leiche versucht hat, seine Familie unter Druck zu setzen, um durch Spionage für das Land zu arbeiten. Mit dem Festhalten der Leiche wollten sie auch die Bürger im besetzten Herzen von Hebron einschüchtern und ihnen implizit eine.

Die Länder der westlichen Welt schweigen stets zu den zionistischen Verbrechen und verhalten sich so, als könnten sie das palästinensische Volk für die Sünde des Völkermords an den Juden in Europa verantwortlich machen.

Europa versuchte die Nazi-Verbrechen an den Juden in Europa zu sühnen, indem es ihnen Palästina als alternatives Heimatland zur Verfügung stellte. Und Europa schweigt weiterhin über zionistische Verbrechen, darunter Kriegsverbrechen, ethnische Säuberungen und Völkermord an den Palästinensern.

Europa und Amerika verteidigen die Existenz des zionistischen Gebildes in Palästina und unterstützen seinen Fortbestand durch die Finanzierung eines korrupten, diktatorischen palästinensischen Regimes, einer sogenannten Selbstverwaltungsbehörde.
Deren Aufgabe beschränkt sich aber darauf, Israel bei der Fortsetzung seiner Besetzung palästinensischer Gebiete zu helfen, anstatt einen unabhängigen palästinensischen Staat neben dem israelischen Staat zu errichten.

Die Palästinensische Autonomiebehörde arbeitet an der Seite der israelischen Besatzung gegen das palästinensische Volk und ist bestrebt, alle ihre Bestrebungen gegenüber den Palästinensern umzusetzen, was ein deutlicher Verstoß gegen internationale Gesetze und Menschenrechte ist, denn es geht um die Kategorien Völkermord und Kriegsverbrechen, es sind Verbrechen gegen das palästinensische Volk. Hier geht es um die Grundsätze der Menschlichkeit im Völkerrecht. Dabei ist die Palästinensische Autonomiebehörde weiterhin auch an allen Verbrechen der jüngsten außergerichtlichen Hinrichtungen in den Städten Dschenin, Nablus, Tulkarem, Jericho, Jerusalem und Hebron zusammen mit Israel beteiligt, und zwar durch Operationen der sogenannten Sicherheitskoordinierung, die ausdrücklich den Schutz der Besatzung und die Verlängerung ihrer Existenz bedeuten.

Die Palästinensische Autonomiebehörde wird auch im Namen der Besatzungssoldaten in vielen schmutzigen Missionen aktiv, indem sie Studenten, Akademiker und Oppositionspolitiker festnimmt und foltert und sie ohne Anklage in Gefängnissen und Haftanstalten inhaftiert. Sie wurden auf eine Weise verhört, die auch gegen die palästinensische Verfassung und internationale Gesetze verstieß, sowie gegen das von der Behörde in Genf unterzeichnete Paket von Abkommen, dessen wichtigstes die Konvention gegen Folter ist, zu deren Einhaltung und Umsetzung ihrer Bestimmungen sich aber die Palästinensische Autonomiebehörde und Israel, nicht verpflichtet haben.

Die zionistischen Besatzungsbehörden hindern palästinensische Bürger, die in ihren Häusern im besetzten Herzen von Hebron neben den zionistischen Siedlungen wohnen, in ihrer Bewegungs-, Arbeits- und auch Studienfreiheit. Den Bürgern verbieten sie sogar, wöchentlich freitags und samstags die Fenster ihrer Häuser zu öffnen und auf die Straße zu gehen. In vielen Fällen wurden schwangere Frauen daran gehindert, zur Entbindung ins Krankenhaus zu kommen, und sie wurden gezwungen, auf dem Bürgersteig vor den Augen der Soldaten zu gebären. Das ist auch unter meiner Anwesenheit geschehen, ich habe es in der Tel Rumeida Street und an den Kontrollpunkten bei den Besatzungssoldaten fotografiert und in einem Dokumentarfilm gezeigt.

Im besetzten Hebron, in der Altstadt und den angrenzenden Vierteln, siedeln sich etwa 400 mit automatischen Schusswaffen bewaffnete extremistische Juden unter den 200.000 palästinensischen Bürgern an, deren Leben sich in eine unerträgliche Hölle verwandelt hat. Die meisten Siedler besitzen neben der israelischen noch eine zweite, europäische oder amerikanische Staatsbürgerschaft. Indem das Zentrum der Stadt von mehr als fünftausend israelischen Soldaten besetzt wird, um die 400 bewaffneten Siedler zu schützen, verwandeln sie im 21. Jahrhundert das Herz der Stadt Hebron in ein Nazi-Lager, umgeben von Stacheldraht und Eisentoren, wodurch die Besatzungssoldaten das Leben aller palästinensischen Bürger kontrollieren.

Es ist erwähnenswert, dass ich in einem Haus lebte, dessen Dach von den Besatzungssoldaten besetzt war. Es geschah im Herzen von Hebron, wo ich sah, was ein normaler Mensch sonst nicht sehen und was sich sein Verstand kaum vorstellen kann, indem die Soldaten in das Trinkwasser Palästinensischer Bürger urinierten, das Ergebnis abfüllten und Kindern als Coca-Cola-Dosen anboten und sie auch junge Männer auf der Straße zwangen, es zu trinken. Diese abscheuliche Szene wurde festgehalten und in der Dokumentation „Hebron, eine Stadt ohne Gnade“ präsentiert.

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