AMS Job Training, Medien, Journalismus und Kommunikation – Ein Erfahrungsbericht

Am 20 Jan. 2017, wurde ich vom AMS – Vienna eingeladen, ein “B” – Interview für das Job Training für Medien, Journalismus und Kommunikation am AMS Wien, Landesgeschäftsstelle, Ungargasse 37 / 1030 Wien zu besuchen.

Ein Mitarbeiter des AMS transferierte alle Journalisten in das fünfte Stockwerk, mit Panoramablick auf das wunderschöne Wien.

Das Besprechungszimmer war ansprechend vorbereitet. Die ersten drei Reihen waren für das Team der Interviewer reserviert. Wir wurden mit einem warmen Willkommen, freundlichem Lächeln, Fruchtsaft, Tee und Keksen empfangen, sodaß mir sogar der Gedanke kam, wir besuchten einen Galaempfang.

“Dies ist ja ein glücklicher Start ins Jahr 2017 am AMS. Ich hörte beunruhigende Geschichten über den beinharten Umgang, der Arbeitslosen widerfahren soll, wann immer sie einen AMS- Kurs besuchen. Jetzt aber sollte ich nicht glauben, was ich höre, sondern was ich sehe,” sagte ich zu mir selbst.

Das Meeting wurde mittels kurzer Ansprachen von den Repräsentanten des AMS eröffnet, einer freundlichen jungen Frau und einem Mann, sowie einem Redakteur des “B” -Magazins, der auch Direktor des gleichnamigen Instituts ist. Ein Arabisch-Übersetzer war zur Unterstützung bereit.

Weitere zwei Männer mit kurzen Bärten standen auf der Stirnseite des Raumes auf der rechten Seite. Einer der beiden war mit einer kleinen Allerweltskamera ausgestattet und fotografierte alle Anwesenden ohne sich vorzustellen, ohne die Fotografierten um Erlaubnis zu bitten oder mitzuteilen, welchem Zweck die Fotos dienten. Sie wirkten nicht wie professionelle Journalisten.

Über 85 geflüchtete Journalisten besuchten das Interview. Sie stellten sich vor und ernteten wohlwollende Reaktionen des Direktors des Instituts “B” und der freundlichen AMS-Dame, die die Gruppe mit den Worten “Eine tolle Gruppe mit spannenden Geschichten!” beschrieb.

Das Treffen endete mit einem kleinen Test und einem kurzen Interview.

Während meines Interviews fragte ich den Redakteur des “B” – Magazins, was er mir für die Erweiterung meiner journalistischen Kenntnisse anbieten könne, die ich mir während meiner Tätigkeit als Journalistin im Büro des ehemligen UN – Generalsekretärs Kofi Anan, des amerikanischen Weissen Hauses, der Columbia – Universität und durch aktuelle, tägliche journalistische Praxis in den österreichischen Ministerien, der Hofburg, den Vereinten Nationen, der OSZE und anderen internationationalen Organisationen in Wien angeeignet habe?

Er gab keine Antwort.

Er wandte seinen Blick auf meine letzte veröffentlichte journalistische Arbeit und fragte: “Wer korrigierte Ihre deutsche Übersetzung?”

Ich antwortete: “Früher mein Ex-Mann und jetzt ein Freund.”

Sein Assistent stellte die Frage: “Sind die Fotos vom österreichischen Innenminister und dem Justizminister von Ihnen?”

Ich antwortete:”Ja.” Ich bot ihm professionelle Fotos und Artikel über Korruption für das “B” – Magazin an.

Er sagte, sie würden mit mir in Kontakt treten.

Eine Woche nach dem Interview traf ich zufällig auf einen der der zwei Repräsentanten des weitverbreiteten Gratis – Magazins und Institutes “B” am Eingang des Brunnenmarktes im 16. Bezirk. Er hielt ein Mikrofon und stand vor einem Gemüsestand in Begleitung einer Frau, die ungeschickt mit einer kleinen Kamera hantierte, ihr Haar bedeckt von einem islamischen Hijab. Ich erfuhr, daß die Frau eine der glücklichen Teilnehmerinnen des AMS – Medienkurses und der Mann professioneller Journalist war, der sie trainierte. Ein Training, das dem AMS € 4.000,- pro Person wert ist.

Ich lachte und war glücklich darüber, dass ich nicht zu den Gewinnern des AMS – Kurses zählte. Mir wäre nie in den Sinn gekommen, daß der Brunnenmarkt einen Fokus journalistischer Tätigkeit darstellen könnte.

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