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KEIN Tabu sonntags vor dem Kirchentor

church1Letzten Sonntag, war vor dem Eingang zu einer Kirche im 16. Bezirk, wie auf Bildern unten zu sehen ist, “Halal und Haram” , was im Islam “rein und unrein, erlaubt und tabu” bedeutet, kein Thema, genausowenig wie “Koffar und Nicht-Koffar”, “Gläubiger und Ungläubiger”.

Alles galt anscheinend als “Halal” vor der Kirche.

Folgende Fragen drängen sich auf:
Aus welchem Grunde wird das Konzept “halal und haram” bezeihungsweise “Koffar und Nicht-Koffar” vor den Toren einer Kirche nicht angewandt?

Soll “halal und haram” heißen, daß wir zwar keine Hühner oder Fleisch eines christlichen Supermarktes kaufen sollen, aber es nicht tabu ist, bettelnd an die Herzen der Christen zu rühren?

Bedeutet “halal und haram”, daß wir dies und jenes nicht essen dürfen, jedoch ohne weiteres uns in Schlangen vor Arbeits- und Sozialämtern anstellen können, um um finanzielle Hilfe zu bitten?

Wenn christliche Nahrung tabu, “haram”, ist, dann gilt das auch für deren Steuergelder, die anzunehmen wäre somit ebenfalls “nicht halal”, tabu.

Im Kern des Islam wird gesagt, daß, wenn man hungrig ist, jedes Nahrungsmittel “halal” ist, sofern es im ehrfürchtigen Bewußtsein vor Gott konsumiert wird. Und das jene Regierung zu respektieren sei, unter der man lebt und die einen versorgt.

Zur Klarstellung: Ich würde sagen, daß wir, die wir als muslimische Minoritäten in Europa leben, der europäischen Gesellschaft unsere dogmatischen Komplikationen nicht aufzwingen sollten. Und jeder, der dies anders sieht, sollte seinen Rucksack packen und in sein Heimatland zurückkehren, wo alles mögliche tabu ist und das diktatorische Regime sicher ganz genau weiß, wie es “halal und haram” einzusetzen hat, um seine Macht zu schützen. Er sollte auch nicht vergessen, seine Frauen mitzunehmen, die jeden Sonntag bettelnd vor christlichen Kirchen stehen.

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