Bundeskanzler Faymann: Gemeinsam für ein friedliches Miteinander der Religionen

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Dialog mit Vertretern der anerkannten Glaubensgemeinschaften Österreichs

في إطار تعزير الحوار بين الأديان, لقاء موسع ومأدبة عشاء تقام في مقر المستشارية

DSC_3416Beim diesjährigen Abendessen nach einem Monat des Endes des Ramadan von Bundeskanzler Werner Faymann war in den Ansprachen klar zu hören, dass in Österreich einen interreligiösen Dialog pflegen.

Dem Anlass haben ca. 300 Gäste aus Politik und Religion beigewohnt, u.A. Vertreter der Katholischen, Evangelischen und Koptischen Kirchen, der Sunni und der Shai Gemeinden des Islam, und es war sogar auch ein rabbiner anwesend. Die Gäste wurden um runde Tische platziert, die in schlichter wie schöner Manier.

Das Abendessen wurde zwei Tage nach dem rassistischen Angriff gegen zwei moslemische Frau in Wien gehalten. Ein Mann hat die Kopftuchträgerin, die einen Gehstock benötigt, in Wien-Favoriten zu Boden getreten. Auch eine zweite Frau wurde attackiert.

Aus der Rede von Bundeskanzler Faymann nach den Gesprächen mit den obersten Vertretern der in Österreich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften im Bundeskanzleramt: “Es ist keine Selbstverständlichkeit und ich bin stolz darauf, dass wir in Österreich einen interreligiösen Dialog pflegen. Dieser Dialog ist geprägt von einer guten, engen und respektvollen Zusammenarbeit der Glaubensgemeinschaften”.

“Gerade in Zeiten, die weltweit von radikalen Tendenzen, Terrorismus und Gewaltbereitschaft geprägt sind, sind wir einmal mehr dazu aufgerufen, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen”, so Faymann.

DSC_3497Es sei Aufgabe der Politik, Menschen und unterschiedliche Gruppierungen zusammenzuführen und nicht gegeneinander aufzuhetzen. “Der heutige Dialog ist ein Anstoß für weitere Aktivitäten, um gegen Verhetzung und Abgrenzung vorzugehen und die Zusammenarbeit in den Mittelpunkt zu rücken”, so der Kanzler.

Der Vorsitzende der Katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn, betonte ebenfalls das gelebte Miteinander der Glaubensgemeinschaften in Österreich. “Wir dürfen keine Diskriminierung von religiösen Überzeugungen in unserem Land zulassen. Das ist eine Aufgabe, an der wir alle gemeinsam arbeiten müssen”, so Kardinal Schönborn.

Der Bundeskanzler dankte abschließend allen Religionsvertretern für ihre Bereitschaft zum Dialog und zur weiterhin engen Zusammenarbeit: “Gegen die Spirale der Gewalt und Ausgrenzung können wir nur gemeinsam erfolgreich sein. Ich bedanke mich bei allen, die sich mit vereinten Kräften für eine friedliches Zusammenleben einsetzen wollen”, so Faymann abschließend.

Zum Religionsdialog im Bundeskanzleramt hatte Faymann gemeinsam mit Kultusminister Josef Ostermayer geladen. Unter den teilnehmenden Vertretern der in Österreich anerkannten Glaubensgemeinschaften waren neben dem Vorsitzenden der Katholischen Bischofskonferenz Österreichs auch DI. Omar Al-Rawi, Vorsitzender des Unvereinbarkeitsausschusses im Wiener Gemeinderat und Gemeinderat der Stadt Wien, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Oskar Deutsch, sowie Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, der Landessuperintendent der Evangelischen Kirche H. B. in Österreich, Thomas Hennefeld, und in Vertretung von Präsident Fuat Sanaç von der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreichs.

DSC_3329Auszüge aus der Rede von DI Al-Rawi: Social Gohesion – sozialer Zusammenhalt ist das um und auf einerGesellschaft, die im 21. Jahrhundert immer vielfältiger und divers sein wird und bereits ist.

Social Cohesion – sozialer Zusammenhalt ist das um und auf einerGesellschaft, die im 21. Jahrhundert immer vielfältiger und divers sein wird und bereits ist.

Solidarität: Nur eine solidarische Gesellschaft sichert diesen sozialen Zusammenhalt. Wo Ungerechtigkeiten ausgeglichen werden. Wo der Stärkere dem Schwächeren unter die Arme greift. Wo man nicht nur das Miteinander sondern das Füreinander praktizieren muss.

Gemeinsamkeiten suchen und auf diese setzen. Über divergierende Dinge reden und versuchen zu reflektieren. Den anderen versuchen zu verstehen.

Freundschaft und nicht Feindschaft. Wir sind Partner und keine Gegner. Wir sind auch keine Konkurrenten. Wir wetteifern um die guten Sachen und um die Werte. (Wenn du möchtest passt hier Koran 5:48: „Wetteifern in guten Werken“, habe es unten auf Deutsch hineinkopiert, ist die Stelle, die Lessing zur Ringparabel inspirierte – du weißt dieses Theaterstück „Nathan der Weise“, das für den Toleranzgedanken steht) In dem versucht wird sich durch eigene Leistung positiv einzubringen  und nicht durch das Zeigen mit erhobenem Finger auf den anderen.

Stets das Gespräch suchen und den Dialog führen. Miteinander reden. Voneinander und nicht übereinander hören.

Selbstkritisch bleiben und sich auch selbst hinterfragen. Und mehr Empathie für den anderen auch empfinden.

Doppelstandards nicht nur beim anderen suchen und finden. Sondern auch bei sich selbst.

Niemals auf einem Auge blind sein, wenn es die eigene Gruppe oder Anhänger betrifft.

Evaluierung von eigenen Aussagen, Initiativen und Aktionen nicht nur im Bezug auf ihre Durchführung und Effektivität, sondern auch wie sie bei den andern ankommt bzw. verstanden und empfunden wird.

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