Mursi-Anhänger trotzten Armee mit Protestmarsch

apa -

Bildnachweis: APA – Salzburger Nachrichetn

Die österreichische Zeitung “Salzburger Nachrichetn” kommentierte heute Montag 29. Juli 2013 die neuesten politischen Entwicklungen in Ägypten im Lichte der blutigen Auseinandersetzungen im Land nach dem Putsch gegen Präsident Mursi. Die Zeitung schrieb:

Von Apa/dpa – 29.07.2013 – 06:06 – In der ägyptischen Hauptstadt Kairo haben Tausende Anhänger des entmachteten Präsidenten Mohammed Mursi mit einem Protestmarsch dem Militär getrotzt.

Sie drohten am Montag damit, die Zentrale des Militärgeheimdienstes anzusteuern, kehrten aber in den frühen Morgenstunden wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurück. Das Militär hatte sie gewarnt, sich von Armeegebäuden fernzuhalten.

Nach Angaben eines Sprechers der Muslimbruderschaft starteten die Mursi-Unterstützer von einer Moschee im Norden Kairos aus. Dort befindet sich ein Protestcamp, in dessen Nähe am Samstag mindestens 72 Menschen von Sicherheitskräften erschossen worden waren. Die Zentrale des Militärgeheimdienstes ist mehrere Kilometer davon entfernt. Nach Auskunft eines Reuters-Reporters machten sich mehrere Tausend auf den Weg. Sie trugen Bilder Mursis und skandierten: “Wir opfern unser Blut und unsere Seelen für Mursi.” Das Militär erklärte, es habe Kenntnis von dem Marsch.

Die ägyptische Übergangsregierung hatte den Anhängern von Mursi im Fall gewalttätiger Proteste mit Härte gedroht. Sollten die Demonstranten ihr “Recht auf friedliche und verantwortungsvolle Meinungsäußerung überschreiten”, werde es “entschiedene und harte Maßnahmen” geben, erklärte der Nationale Verteidigungsrat am Sonntag.

Der Rat forderte die in Kairo in mehreren Protestcamps ausharrenden Mursi-Anhänger auf, “die Gewalt sofort einzustellen” und von jeglichen gewalttätigen Aktionen in Zukunft abzusehen. Auch Innenminister Mohammed Ibrahim hatte bereits angekündigt, die Proteste der Mursi-Anhänger würden bald von der Polizei gänzlich aufgelöst.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon äußerte unterdessen bei einem Gespräch mit dem ägyptischen Übergangsvizepräsidenten Mohammed El-Baradei seine “tiefe Sorge” über den Kurs des Landes. Zugleich habe er bei dem Telefonat am Sonntag die Gewalt scharf verurteilt, die zum Tod so vieler Menschen geführt habe, hieß es in einer in New York verbreiteten Mitteilung des Büros des UN-Generalsekretärs. “Jeder weitere Tote mache die langfristige Versöhnung schwerer”, habe Ban dabei unterstrichen.

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